Bauen & Sanieren

Neubau: Die ultimative Smart Home Checkliste

04. Februar 2025 4 Min.Mustafa Bicak
Neubau: Die ultimative Smart Home Checkliste

Im Neubau entscheidet sich vieles, bevor der erste Stein steht. Wer Smart Home erst nach dem Verputzen plant, zahlt drauf – an Nerven und an Geld. Diese Checkliste hält fest, was du in Wien und Umgebung wann festlegen solltest, damit später alles bereitliegt und du in Ruhe ausbaust.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die wichtigste Entscheidung fällt vor dem Rohbau: Leitungen und Leerrohre liegen, bevor verputzt wird – Nachrüsten kostet ein Vielfaches.
  • Du musst nicht alles sofort ausstatten. Sauber vorbereiten (verkabeln/verrohren) reicht – ausbauen kannst du stufenweise.
  • Der Schlüssel ist Timing: ZenIQ früh in die Elektroplanung einbinden, damit die Vorbereitung mit Rohbau, Fenstern und Innenausbau zusammenpasst.

Die goldene Regel

Im Neubau kostet Vorbereitung fast nichts, Nachrüsten dafür umso mehr. Jede Leitung und jedes Leerrohr, das jetzt liegt, spart dir später Dreck, Stemmarbeit und Geld. Plane lieber großzügig – ein paar Reserve-Leerrohre und ein zentraler Technikpunkt sind im Rohbau ein Klacks und im fertigen Haus ein Bauprojekt.

Wann du was festlegen musst

GewerkSpätestens entscheiden
Bus-/Datenleitungen, Leerrohre, Technikraumvor dem Rohbau / in der Elektroplanung
Schalter-, Taster- und Panel-Positionenvor dem Verputzen
Beschattung (Motoren, Leitungen für Raffstore/Jalousie)mit der Fenster-/Rollladenbestellung
Netzwerk (LAN-Dosen, Access-Point-Punkte)vor dem Innenausbau
PV, Speicher, Wallbox-Vorbereitung (Leerrohre zum Dach/Stellplatz)vor dem Innenausbau
Heizung/Wärmepumpe-Anbindung (SG-Ready, Fühler)mit der Haustechnik-Planung
Konkrete Geräte, Szenen, Ausbaustufekann später kommen

Verkabelt oder Funk? Im Neubau klar verkabelt

Im Bestand ist Funk oft die pragmatische Wahl. Im Neubau ist es umgekehrt: Eine verdrahtete Installation (KNX-Bus oder Loxone Tree) ist zuverlässiger, wartungsärmer und wertbeständiger – und der Aufwand fällt kaum ins Gewicht, solange die Wände offen sind. Die Faustregel: alles, was fix verbaut wird (Beschattung, Licht, Taster, Heizung), verdrahten; für flexible Endgeräte bleibt Funk/Matter als Ergänzung. Sternförmig zu einem Technikpunkt verlegen, dann bist du für jede spätere Ausbaustufe frei.

Welches System im Neubau? KNX, Loxone oder evon

Alle drei sind für den Neubau geeignet – die Wahl hängt vom Projekt ab, nicht vom Logo. Loxone ist stark bei Ein- und Mehrfamilienhäusern mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und schneller Inbetriebnahme. KNX ist der herstellerübergreifende Standard, wenn viele Gewerke/Lieferanten zusammenkommen oder maximale Zukunftssicherheit gefragt ist. evon (Schrack, aus Österreich) spielt bei größeren, komplexeren Objekten seine Stärken aus. Wichtig ist nur, das System vor der Elektroplanung festzulegen, weil davon die Verkabelung abhängt. Einen nüchternen Vergleich findest du in unserem Beitrag zu KNX, Loxone und Matter.

Bauträger, Fertighaus & Elektriker koordinieren

In Wien und Umgebung läuft ein Neubau selten über eine Hand: Bauträger oder Fertighaus-Anbieter, ausführender Elektriker und Haustechnik müssen zusammenspielen. Genau hier entstehen die teuren Missverständnisse – der Elektriker verlegt Standard, weil niemand das Smart-Home-Konzept vorgegeben hat. Deshalb liefert ZenIQ dem ausführenden Betrieb einen klaren Verkabelungs- und Positionsplan; die Elektroinstallation macht der konzessionierte Fachbetrieb, wir planen und programmieren die Steuerung. Bei Fertighäusern lohnt es sich, früh zu klären, was ab Werk vorbereitet wird und was vor Ort ergänzt werden muss.

Budget: sofort ausbauen vs. nur vorbereiten

Der klügste Neubau-Ansatz ist stufig: Jetzt sauber verkabeln und verrohren (der günstige Teil, solange die Wände offen sind), Geräte und Automationen nach Budget ausbauen. So sicherst du dir alle Optionen, ohne alles auf einmal zu bezahlen. Richtwerte für Smart Home, PV, Speicher und Wallbox in Wien findest du in unserem Kostenindex; Förderungen für PV, Speicher und Wallbox ändern sich – prüfe sie vor dem Kauf über unsere Wien-Förderratgeber.

Der häufigste Neubau-Fehler

Smart Home wird als „machen wir später“ vertagt – und dann fehlt die Leitung. Bind uns früh ein, idealerweise schon in der Elektroplanung. Dann liegt alles bereit, du entscheidest in Ruhe, was du ausbaust, und vermeidest den einzigen wirklich teuren Fehler im Neubau: nachträglich aufstemmen.

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Mustafa Bicak

Gründer & Smart-Home-Spezialist bei ZenIQ – Loxone-, evon- & KNX-Praxis aus echten Projekten in Wien.

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Wann muss ich mich im Neubau für Smart Home entscheiden?

Vor dem Rohbau bzw. spätestens in der Elektroplanung. Bus- und Datenleitungen, Leerrohre und der Technikpunkt müssen liegen, bevor verputzt wird. Die konkreten Geräte und Automationen kannst du später festlegen – die Vorbereitung nicht.

Muss ich im Neubau gleich alles ausstatten?

Nein. Der günstige und wichtige Teil ist die Vorbereitung: verkabeln und verrohren, solange die Wände offen sind. Ausbauen kannst du stufenweise nach Budget – Hauptsache, die Infrastruktur liegt.

Übernimmt ZenIQ die Elektroinstallation im Neubau?

Nein. Die Elektroinstallation macht der konzessionierte Fachbetrieb. ZenIQ plant das Smart-Home-Konzept, liefert dem Elektriker den Verkabelungs- und Positionsplan und programmiert die Steuerung – so hast du einen Ansprechpartner für die Automation und ein sauberes Zusammenspiel der Gewerke.

Wie läuft ein Projekt mit ZenIQ ab?

Erstgespräch, Planung mit Festpreis, saubere Installation und dokumentierte Übergabe – ein Ansprechpartner von Anfang bis Ende.

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